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Obwohl das Forsthaus ringsum von Wald und Natur umgeben ist und ich diese Idylle auch nicht durch Leitungen und ähnliche technische Hilfsmittel verändern will, möchte ich bei meinen Aufenthalten nicht auf einen
Basiskomfort verzichten. Dies erfordert natürlich eine besondere Ausstattung und besondere Vorkehrungen.
Die Wasserversorgung
Auf der Suche nach Wasser in der Nähe des Hauses wurde der Wünschelrutengänger unterhalb in unmittelbarer Nähe zum See fündig. Dort entspringt eine ganzjährig ausreichend Wasser führende Quelle. Tief e Bohrungen waren daher nicht nötig, es wurde
lediglich die Quelle durch einen Bagger vertieft und anschließend mit Betonfertigteilen ein Wasserreservoir eingefasst. Da diese Stelle unterhalb des
Hauses liegt, muss das Wasser durch eine elektrische Pumpe herangeschafft werden. Das Wasser hat eine ausgezeichnete Qualität und ist absolut keimfrei,
wie mir die Landwirtschaftskammer Rheinland in 2003 wieder mit einem Prüfbericht bestätigte. Die Wasserreserve im Haus bei ausgeschalteter Pumpe reicht für etwa 5 Toilettenspülungen.
Die Warmwasserbereitung erfolgt durch einen Warmwassertank, der ca. 160 Liter enthält. Das reicht üppig für die Duschbäder einer vierköpfigen Familie.
Die Stromver sorgung
Seit April 2003 erfolgt die Stromversorgung über einen leistungsstarken sparsamen Dieselgenerator, der in der etwa 30 Meter vom Haus entfernten Scheune installiert ist.
Der bereits werksseitig mit einer Schallkapselung versehene Generator ist dadurch praktisch nicht zu hören. Als besonderer Clou ist im Haus ein Fernstarter eingebaut, so
dass er bei Bedarf sofort per Drehknopf eingeschaltet werden kann. Obwohl mit entsprechenden Schutzvorrichtungen versehen, ist der Kraftstofftank und der Ölstand täglich zu überprüfen.
Die Sanitären Anlagen
Die Sanitären Einrichtungen entsprechen modernem Standard. Die Abwässer werden in einer Sickergrube gesammelt, bevor sie nach einem zweistufigen Verfahren über entsprechend weitläufig verlegte Rieselleitungen über ein Kiesbett in den Boden ablaufen. Voraussetzungen für
dieses Verfahren sind großflächige Bodenuntersuchungen und die Möglichkeit, die Anlage weit genug vom See entfernt zu betreiben. Die Umweltverträglichkeit der Anlage wurde vor Baubeginn in einem Gutachten
bestätigt und die Anlage durch das Gesundheitsamt abgenommen. Sie funktioniert einwandfrei und ohne irgendwelche Beeinträchtigungen.
Die Medien/ Telekommunikation
Bewusst wurde auf das Vorhandensein jedweder Unterhaltungs- und Kommunikationstechnik verzichtet. Es ist einfach ein Genuss, hierauf verzichten zu können. Wie schnell reift die Erkenntnis, dass das meiste von dem, was wir als Information oder Unterhaltung
ansehen, nur Redundanz und Ablenkung ist. Die Erholung und Entspannung setzt viel schneller und intensiver ein.
Dennoch ist man nicht aus der Welt. Wenn unbedingt nötig, kann man in Antigonish mit öffentlichen Telefonen weltweit telefonieren. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist die Bedienung, z.B. wann man nur den Area Code (Antigonish: 863) eingeben
muss und wann davor zusätzlich die 902 .
Es empfiehlt sich entweder der Einsatz einer deutschen Calling Card, oder der Kauf einer Telefonkarte. Nova Scotia wird
flächendeckend von der MTT (Maritime Telec.) abgedeckt. Telefonkarten erhalten sie sprichwörtlich überall. Für uns ungewohnt:
sie werden mit einem mehr oder minder hohen Rabatt verkauft. Besonders lohnend sind oft Angebote großer Filialketten, die
hiermit Kunden in ihre Geschäfte locken. Vergleichen und Anzeigen lesen lohnt. So können durchaus 10 Dollarkarten für z.B. 8
Dollar gekauft werden. Nicht empfehlenswert ist es, mit Bargeld (“Quarters”) zu telefonieren, nicht mal im Ortsbereich. Es ist
erstens nervend, ständig nachzuwerfen (die Dinger sind fast schneller weg als man einwerfen kann, zweitens sind die Gespräche teuerer.
Nutzbare Internetanschlüsse gibt es sowohl in der Öffentlichkeit (Tourist Info, Stadtbücherei, Internetcafe) als auch öffentlich zugänglich in der Universität. Dort können Sie E-Mails abrufen.
Tages- und Wochenzeitungen gibt es überall zu kaufen, sie liegen aber auch zum lesen für Gäste in allen Restaurants aus, so bei McDonalds, Snow Queen oder Wong’s. Dort werden auch internationale Ereignisse berichtet, aber die europäischen Ereignisse
natürlich meist nur am Rande (wenn überhaupt).
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